Nach vier Minuten gingen die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Haller OPTIMA Sportpark vor 2.900 Zuschauern gegen die Berlin Rebels in Führung und gaben diese trotz einer kurzen Schwächephase im dritten Viertel nicht mehr ab. Am Ende stand ein 45:24-Viertelfinalerfolg und der Einzug ins Halbfinale.

 

Die Berlin Rebels präsentierten sich am Samstag im OPTIMA Sportpark als der erwartet unbequeme Gegner. Und so sahen sich auch all diejenigen, die die Schwäbisch Hall Unicorns als den haushohen Favoriten auf dem Zettel hatten, eines besseren belehrt. Berlin hielt über lange Strecken mit den amtierenden Deutschen Meistern mit und im dritten Viertel waren es die Rebels, die das Spiel bestimmten.

 

Zuvor agierten die Hausherren durchaus souverän. Mit einem durch Maurice Schüle getragenen Laufspiel und Jadrian Clarks Pässen, bei denen Nate Robitaille die am meisten gesuchte Anspielstation war, bewegten die Haller den Ball gut über das Feld. Selbst ein durch den Berliner Paul Seifert abgefangener Clark-Pass konnte die TSGler nicht aus der Ruhe bringen. Nach Touchdowns von Schüle und Tyler Rutenbeck (alle PAT Tim Stadelmayr) lag man Ende des ersten Viertels mit 14:0 in Führung.

 

Auch die Haller Defense, in der am Samstag Goran Zec ganz besonders zu glänzen wusste, zeigte eine starke Leistung. Dreimal waren die Gäste in Ballbesitz, aber die Unicorns-Verteidiger ließen sie nicht zu Punkten kommen. Erst beim vierten Mal sollte ihnen dies Anfang des zweiten Viertels gelingen. Sie bewegten den Ball schnell über das Feld und Kurt Palandech bediente seinen Recveiver Alexander Tounkara über neun Yards zum 14:7-Anschluss (alle PAT Phillip Friis Anderesen). Nur drei Minuten später antworteten die Unicorns allerdings mit einem 6-Yards Pass auf Aurieus Adegbesan zum 21:7.

 

Berlin drückte nun aufs Tempo und ließ sich auch von einem durch Cody Pastorino eroberten Fumble nicht aus dem Konzept bringen. Paul Morant fing in einem Haller Trickspielzug den Pass von Ian Gehrke ab und setzte sich erneut sehr zügig in Richtung Haller Endzone in Bewegung. Unterstützt durch ungewöhnlich viele Haller Strafyards erreichten sie diese auch vor der Pause mit einem Pass auf TJ Esekielu und erzielten das 21:14. Berlin hatte Oberwasser und baute dies nach der Pause noch weiter aus.

 

Mit zwei Ballverlusten erwischte die Haller Offense alles andere als einen guten Start in die zweite Hälfte. Man durfte sich bei der Unicorns-Defense dafür bedanken, dass die Gäste lediglich drei Punkte durch ein Fielgoal von Phillip Friis Anderesen zum 21:17 erzielen konnten. Eine Minute vor dem letzten Seitenwechsel war es dann Nate Robitaille der mit dem 28:17 den Haller Vorsprung wieder vergrößern konnte.

 

Dass die Haller Offense ihre Schwächephase überwunden hatte dokumentierte sie dann mit einem sehenswerten Pass über 43 Yards von Jadrian Clark auf Tyler Rutenbeck. Dieser bereitete den nachfolgenden Touchdown-Pass auf Nate Robitaille zum 35:17 vor und ein 22-Yard-Fieldgoal von Tim Stadelmayr sorgte für das 38:17. Fünf Minuten vor Spielende bauten die TSGler ihre Führung somit auf 21 Punkte aus.

 

Die Rebels hätten also noch drei Touchdowns gebraucht um das Spiel zu wenden - schwierig aber nicht unmöglich. Doch die Unicorns-Defense erlaubte ihren Gästen lediglich noch das 38:24 durch Quarterback Kurt Palandech. Als Joshua Haas zwei Minuten vor Abpfiff das 45:24 erzielte, war das Spiel endgültig entschieden.  

 

„Wir haben uns von Berlin viermal den Ball abnehmen lassen. Das ist natürlich deutlich zu oft“, sagte Halls Head Coach Jordan Neuman nach dem Spiel. Dennoch zeigte er sich mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Berlin ist ein sehr physisches Team und trotzdem konnten wir den Ball gut bewegen. Auch die Defense hat insbesondere in der zweiten Halbzeit einen sehr guten Job gemacht.“

 

Die Unicorns haben sich mit dem Sieg im Viertelfinale gegen Berlin für das Halbfinale qualifiziert, das am 28. September (Kickoff 17:00 Uhr) im OPTIMA Sportpark stattfinden wird. Der Gegner wird am Sonntag im Viertelfinale zwischen den Dresden Monarchs und den Marburg Mercenaries ermittelt.

 

Die Punkte für Hall erzielten: Maurice Schüle (6), Tim Stadelmayr (9), Tyler Rutenbeck (6), Aurieus Adegbesan (6), Nathaniel Robitaille (12) und Joshua Haas (6).

 

Zuschauer: 2.897

 

Viertelergebnisse: 14:0 / 7:14 / 7:3 / 17:7 / Final: 45:24

 

Alle Punkte:

7:0 – Maurice Schüle – 9-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

14:0 –Tyler Rutenbeck – 19-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

14:7 – Alexander Tounkara – 9-Yard-Pass von Kurt Palandech (PAT Phillip Friis Anderesen)

21:7 – Aurieus Adegbesan – 6-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

21:14 – TJ Esekielu – 7-Yard-Pass von Kurt Palandech (PAT Phillip Friis Anderesen)

21:17 – Phillip Friis Anderesen – 26-Yard-Fieldgoal

28:17 – Nathaniel Robitaille – 24-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stdaelmayr)

35:17 – Nathaniel Robitaille – 7-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

38:17 – Tim Stadelmayr – 22-Yard-Fieldgoal

38:24 – Kurt Palandech – 5-Yard-Lauf (PAT Phillip Friis Anderesen)

45:24 – Joshua Haas – 13-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

   
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