Im "Halbfinale" um die Landesligameisterschaft machte es die U2 wieder äußerst spannend: Erst im Schlussviertel gelangen ihr am Sonntag auf dem Nebenplatz des Haller Hagenbachstadions gegen die Mannheim Bandits zwei Touchdowns zum 22:19-Erfolg. Die U2 kann noch Meister werden, hat den Relegationsplatz damit aber schon sicher.

 

In der ersten Halbzeit war bei den Unicorns – wie zuletzt öfters - der Wurm drin. Die Mannheimer Führung verschuldete die Haller Offense durch einen zu hohen Snap, der von Mannheim in der Unicorns-Endzone gesichert wurde. Den Extrapunkt verschossen die Bandits, so dass die Unicorns zu Beginn des zweiten Viertels per Touchdown von Tim Cornelius (2-Yard-Lauf) und Extrapunkt von Matthias Preiß mit 7:6 in Führung gehen konnten.

 

Bis zur Pause setzten die Mannheimer aber noch einmal zehn Punkte auf die Anzeigetafel, wobei sie von der Unicorns-Defense mit einigen unnötigen Strafen großzügig unterstützt wurden. Die Haller Offense trat in dieser Phase kaum in Erscheinung, so dass es mit 7:16 in die Halbzeit ging.

 

Nach der Pause wurde es für die Unicorns zunächst noch schlimmer, denn sie verloren Quarterback Lukas Müller mit einer Schulterverletzung. Diese zog er sich bei einem Tackleversuch nach einer Interception zu. Kurz darauf fiel auch noch Running Back Tim Cornelius mit einer Knieverletzung aus. Zwar gelang Linebacker Timo Klug postwendend eine Interception für die Unicorns, doch die umformierte Haller Offense brachte zunächst kein Bein auf den Boden. So erzielten die Bandits Anfang des Schlussviertels ein weiteres Field Goal zum 7:19.

 

Nun hieß es also "Do or Die" für die Unicorns, denn bei einer Niederlage wären die ersten beiden Plätze in unerreichbare Ferne gerückt. Und die U2 lieferte tatsächlich, zunächst fünf Minuten vor Schluss mit einem 33-Yards Touchdown-Pass von Cedric Ehrenfried auf Steffen Lochner (PAT Preiß) zum 14:19. Die Defense zwang Mannheim anschließend zum Punt und mit 3 Minuten auf der Uhr kam die Haller Offense wieder aufs Feld.

 

Zum Helden des Spiels wurde am Ende Cedric Ehrenfried, der die Unicorns zunächst mit einem 52-Yards Lauf in die Hälfte der Bandits brachte und wenig später im vierten Versuch aus 10 Yards die Mannheimer Goal Line zum umjubelten 20:19 überquerte. Um den Bandits nicht die Chance zu geben, mit einem Field Goal zu gewinnen, entschieden sich die Haller Coaches für eine 2-Point Conversion, die durch Pass von Ehrenfried auf Martin Ebner zum 22:19 führte. Mit 40 Sekunden Restspielzeit bekamen die Mannheimer zwar noch einmal den Ball, doch da sie nun von ihrem bevorzugten Laufspiel abrücken mussten, gelang es ihnen nicht, noch einmal in die Nähe der Unicorns-Endzone zu kommen.

 

Damit sind die Mannheimer aus dem Titelrennen ausgeschieden und nächsten Sonntag kommt es zu einem echten Endspiel zwischen den Unicorns und den Heidelberg Hunters. Selbst der Verlierer der Partie hat als Zweiter die Chance, in zwei Relegationsspielen den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen.

   
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