Am kommenden Sonntag liegt eine der weitesten Punktspielreisen vor den Schwäbisch Hall Unicorns: Um 16:00 Uhr treffen sie im fast 300 Kilometer entfernten Marburger Georg-Gaßmann-Stadion auf die dort beheimateten Mercenaries. Sie sind nach Frankfurt die engsten Verfolger der Unicorns in der GFL-Süd.

 

Wirft man nur einen Blick auf das deutliche 52:9, mit dem die Schwäbisch Hall Unicorns das Hinspiel gegen Marburg gewinnen konnten, dann könnte man davon ausgehen, dass die Haller am kommenden Sonntag in Marburg ein leichtes Spiel erwartet. Es war aber der offizielle Season-Opener, zu dem sich die beiden Teams im April im Haller OPTIMA Sportpark gegenüberstanden, und somit auch für beide Mannschaften das erste Punktspiel in diesem Jahr. Seither hat sich viel verändert und insbesondere die Marburger Formkurve ging in den letzten Monaten klar nach oben.

 

Drei Niederlagen setzte es für die Marburger zum Saisonstart. Dann hatte man sich eingespielt und es folgten sechs Siege, die sie hinter Hall und Frankfurt auf den dritten Tabellenplatz in der GFL-Süd brachten. Die Mercenaries haben also einen Lauf, in dem sie sich auch von den Unicorns nicht bremsen lassen wollen. Zumal sie insbesondere zuhause ein starker und extrem unangenehmer Gegner sind, was nicht nur Frankfurt Universe bei ihrem 20:14-Sieg in Marburg zu spüren bekam. Die Unicorns erinnern sich hingegen noch gut an das letzte Jahr: zweimal mussten sich die Haller damals von den Hausherren die Führung abnehmen lassen, bevor sie sich über einen knappen 34:31-Auswärtserfolg freuen durften.

 

„Marburg hat in den letzten Wochen Feuer gefangen und sehr gute Spiele gezeigt“, weiß auch Halls Head Coach Jordan Neuman. „Wir müssen die lange Anreise wegstecken und, anders als zuletzt in München, von Anfang an hell wach sein.“ Besonders beeindruckt ist Neuman von der Marburger Offense, die derzeit die emsigste und erfolgreichste der Liga in Sachen Passspiel ist. Dabei überzeugt sie weniger mit tiefen Pässen, sondern viel mehr mit einem sehr starken und effektiven Kurzpassspiel.

 

Das verdanken sie nicht zuletzt ihrem Quarterback Jakeb Sullivan, der im Schnitt pro Spiel 320 Yards Raumgewinn erwirft. „Sullivan hat seine Offense voll unter Kontrolle“, lobt Neuman den gegnerischen Spielmacher und ergänzt: „Hinzu kommt mit Triston McCathern ein Runningback, der jederzeit zu einem Breakaway fähig ist.“ 

 

Nach wie vor ist besonders die Haller Defense von Langzeitverletzungen betroffen. So trifft es sich gut, dass sich Neuzugang Alex Ferrari schon bei seinem ersten Einsatz am vergangenen Samstag in München in guter Form präsentieren konnte. In Marburg erwartet man außerdem den ersten Auftritt von Dusan Novakovic in der Haller Verteidigung. 

 

Auch das Spiel in Marburg wird man wieder im Livestream im Internet verfolgen können. Das komplette Livestreamangebot der GFL für den kommenden Spieltag findet man unter live.gfl.info

   
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