Die GFL-Saison 2017 ist noch jung und deshalb sollte man nicht vorschnell urteilen, wenn der ungeschlagene Tabellenführer auf das Tabellenschlusslicht trifft. Trotzdem ist klar, dass die Haller nach vier Siegen und ohne Niederlage als Favorit in die Partie gegen die Münchner (ein Sieg, fünf Niederlagen) gehen.

 


Das Problem der Bayern scheint in dieser Saison in der Defense zu liegen. In ihren bisher sechs Spielen kassierten sie im Schnitt 33,5 Punkte pro Spiel, gegen Kempten und gegen die Aufsteiger aus Ingolstadt musste man sogar über 40 Punkte einstecken. Trotzdem ließen die Cowboys zuletzt aber aufhorchen: Bei den Saarland Hurricanes kam man am vergangenen Samstag zu einem 41:22-Auswärtserfolg. Ein Ergebnis, mit dem man nach den bisher gezeigten Leistungen beider Teams nicht gerechnet hatte.

 

Das Traditionsteam aus München darf also nicht unterschätzt werden, auch weil sie sowohl in der Offense als auch in der Defense sehr gefährliche Akteure zur Verfügung haben. So zum Beispiel Defense Liner Samuel Kargel, der in dieser Saison die gegnerischen Quarterbacks schon viermal zu Boden bringen konnte. Oder Defense Back Jeremiah Maluia und Linebacker Ryan Newell, die in der GFL-Tackle-Statistik derzeit die Plätze 3 und 4 belegen.

 

In der Münchner Offense gilt es wie schon in den Vorjahren ein besonderes Auge auf Runningback Fabien Gärtner zu werfen. Außerdem dürfte Quarterback Benjamin Wilkerson für Aufregung sorgen. Der Amerikaner hatte sich im ersten Saisonspiel der Cowboys verletzt, führt die Münchner Offense aber seit letztem Wochenende wieder an. Zu dem Sieg bei den Saarländern trug er mit drei selbst erlaufenen Touchdowns einen großen Teil bei.

 

„Die Cowboys können ein Spiel und auch die Uhr sehr gut kontrollieren, wenn man sie lässt“, sagt Halls Head Coach Jordan Neuman. „Wir werden München sicher nicht unterschätzen. Für uns macht der Gegner da auch keinen Unterschied: Wenn wir auf dem Feld sind, dann wollen wir immer unseren besten Football spielen.“

 

Die Unicorns konnten am spielfreien Wochenende durchschnaufen und die lange Verletztenliste etwas ausdünnen. Gleich sechs Spieler, die zuletzt gegen Saarbrücken noch pausieren mussten, werden am Samstag wieder auf dem Feld stehen können. „Die Pause hat uns sehr gut getan“, sagt Neuman. „Vor uns liegen nun wieder vier Spiele in Folge und es ist wichtig, dass wir uns Spiel für Spiel darauf fokussieren. So wie jetzt auf München.“

 

Diejenigen, die es am Samstag nicht ins Stadion schaffen, können das Spiel live im Internet unter unicorns.airtango.de per Video-Livestream verfolgen.